Katholische Pfarrkirche St. Anna, Schaag, An der KircheIn der geograohischen Ortsmitte - mit seinen 10 Sektionen - wurde 1865 nach den Plänen des damaligen Pfarrers Anselm Versteyl eine Kirche gebaut. An gleicher Stelle hatte seit 1708eine Kapelle zur hl. Anna in der Steinkoulen gestanden. Eine holzgeschnitzte, spätgotische Statue der Hl. Mutter Anna , die heute einen Ehrenplatz in der Kirche einnimmt, erinnert noch an die alte Kapellengemeinde. Die Schaager Pfarrkirche ist eine neugotische Stollenkirche, auf 12 Säulen ruhend, mit polygonalem Chor und vorgesetztem Westturm, aus dem ein fünfstimmiges Geläut zum Lob Gottes erklingt. Die Fenster in den Seitenschiffen und im Turm stammen aus der Entstehungszeit der Kirche und sind von hohem künsterlischem Wert. Wertvoll ist die Ausstattung - Hochaltar, Kanzel, Kreuzweg und Seitenaltäre. Seit der Innenrenovierung erstrahlt die Kirche wieder in den alten Farben der ersten Ausmalung. An der Ostseite der Kirche wurde auf Anregung des Pfarrers H. Elo 1919 das Ehrenmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges errichtet. Alte Schule Schaag, Schaag, Kindter Straße 15/17Bereits den geistlichen Rektoren der Kapellengemeinde war das Schaager Schulleben ein besonderes Anliegen. Die permanente Raumnot wurde erst 1880 durch das Schulgebäude an der Kindter Straße behoben. Bei diesem Baudenkmal handelt es sich um ein interessant gruppiertes Ziegelbauwerk, bei dem sich an einen eingeschossigen Mitteltrakt die Traufe zur Straße und spitzbogigem Haupteingang symmetrisch zweigeschossige giebelständige Eckbauten anfügen. Bis 1960 diente es als Schulgebäude. Heute wird es als Wohnanlage genutzt. Bei der Errichtung der Anlage wurden die Gedanken der Denkmalpflege aufgenommen und umgesetzt. Moubishaus, Schaag, Annastraße 8
Zu den maßgeblichen Großkaufleuten in Breyell zählte im ausgehenden 18.Jahrhundert die Familie Moubis. Die Gebrüder Moubis gründeten 1796 in Schaag eine Handlungsfirma, Colonialwaren en gros, und erbauten das Haus Moubis in Schaag, das heute noch die typischen Merkmale eines Handelshauses aufweist. Es handelt sich um eine vierflügelige Hofanlage mit großer Einfahrt und Lagerräumen am Hof, ein zweigeschossiges Wohnhaus mit geräumiger Diele und großzügigem Treppenhaus sowie salonartigen Räumen im Erdgeschoß. Seit 1900 war das stattliche Anwesen Eigentum der Familie Strötges. Zur Zeit gehört es der Familie Jansen, welche es auch bewohnt.
Schaager MühleDie Windmühle wurde im Jahr 1801 von der Schaager Kaufmannsfamilie Moubis als reine Mehlmühle gebaut. Sie war größer als alle Windmühlen unseres Bezirks. Leider mussten die Flügel 1919 abgenommen werden. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel - alten Schaagern ist der letzte Müller Elling noch wohlbekannt - erwarb 1985 der Meerbuscher Kaufmann Ernst Grundmann die Mühle mit Wohnhaus und Nebengebäuden. Schon 1987 konnte er seine Freunde und Nachbarn zum Mühlenfest einladen, denn die Mühle war außen völlig restauriert und hate eine neue Haube, Flügel, Krujwerk und Galerie bekommen. Die gesamten Arbeiten wurden unter Leitung des Mühlenbaumeisters Vossdellen aus Sassenfeld geführt. 1995 wechselte die Mühle erneut den Besitzer. Der Süchtelner Unternehmer Dr. Heinz Lauers wird das imposante Bauwerk als Wohnhaus nutzen. Kreuzgarten
Der Kreuzgarten ist 1950 entstanden. Auf Anregung des in Schaag in Ruhestand lebenden Pfarrers Peter Schallenberg, der an der Karstraße einen gesprengten Westwallbunker entdeckt hatte, wurden von den Schaagern in dem umliegenden Waldstück Wege angelegt und Kreuzwegstationen errichtet. Ein sieben Meter hohen Holzkreuz, das auf beiden Balken in Kreuzesform die Inschrift "CREDO" ("Ich glaube") trägt, überragt die gesamte Anlage. Zwischen dem Hochkreuz un der Ölbergrotte wurde ein Gedächtnismal aufgebaut. Hier trifft sich seither am Pfingsttag die Bevölkerung, um der Schaager Opfer des 2.Weltkrieges zu gedenken. Direkt im Anschluß an den Kreuzgarten ist seit 1951 der Mariengarten entstanden. In einem sechs Meter hohen altarähnlichen Aufbau steht die Schutzmantel-Madonna. Diese Marienstatue stammt von dem Künstler Peter Bahn aus Höhr-Grenzhausen.
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